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Lichtlexikon – Dein Ratgeber für moderne Beleuchtung

Willkommen im Lichtlexikon von STM-Licht.de! Hier findest du verständliche Erklärungen zu Licht und Beleuchtung – von Farbtemperatur bis Ambientelicht. So erhältst du kompaktes Wissen, um die passende Beleuchtung auszuwählen.

Tipp: Du kannst auch ähnliche Begriffe oder Schreibweisen eingeben, zum Beispiel „warmweiss“, „spritzwasser“ oder „dali dimmen“.

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IK-Schutzart

IK-Schutzart bei Leuchten: Bedeutung, IK-Code und Einsatzbereiche

Die IK-Schutzart, genauer der IK-Code, beschreibt, wie widerstandsfähig das Gehäuse einer Leuchte gegen mechanische Einwirkungen ist. Gemeint sind zum Beispiel Stöße, Schläge oder Aufprallbelastungen. Für dich ist der IK-Wert besonders wichtig, wenn eine Leuchte in stark beanspruchten Bereichen eingesetzt wird – etwa im Außenbereich, in Werkstätten, Sporthallen, Treppenhäusern, Parkhäusern oder öffentlichen Gebäuden.

Während die IP-Schutzart den Schutz gegen Staub, Berührung und Wasser beschreibt, geht es bei der IK-Schutzart ausschließlich um den Schutz gegen äußere mechanische Beanspruchung. Beide Angaben ergänzen sich: Eine Leuchte kann zum Beispiel IP65 und IK10 haben. Dann ist sie gegen Staub und Strahlwasser geschützt und hält zusätzlich starken mechanischen Belastungen stand.

Bei STM-Licht.de findest du LED-Leuchten für unterschiedliche Einsatzbereiche – von dekorativen Innenleuchten bis zu robusten Außenleuchten, Feuchtraumleuchten und Industrieleuchten.

Was bedeutet IK?

Der IK-Code ist eine internationale Kennzeichnung für den Schutzgrad eines Gehäuses gegen äußere mechanische Stöße. Die Klassifizierung erfolgt nach IEC 62262 beziehungsweise EN 62262. Je höher die Zahl hinter „IK“, desto höher ist die geprüfte Stoßenergie in Joule.

Ein Beispiel: Eine Leuchte mit IK08 hält einer Aufprallenergie von 5 Joule stand. Eine Leuchte mit IK10 ist deutlich robuster und wird mit 20 Joule geprüft. Für besonders harte Einsatzbereiche wurde zusätzlich IK11 mit 50 Joule ergänzt. In der Beleuchtungspraxis findest du aber sehr häufig Angaben von IK00 bis IK10.

IK-Schutzarten im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt dir die wichtigsten IK-Schutzgrade, die jeweilige Aufprallenergie und typische Einsatzbereiche bei Leuchten.

IK-Code Aufprallenergie Typische Bedeutung Beispiele für Leuchten
IK00 kein geprüfter Schutz Kein besonderer Schutz gegen mechanische Stöße Unkritische Innenbereiche
IK01 0,14 J Sehr geringer Schutz Dekorative Innenleuchten
IK02 0,20 J Schutz gegen sehr leichte Stöße Leuchten in geschützten Wohnbereichen
IK03 0,35 J Leichter mechanischer Schutz Innenleuchten mit geringer Beanspruchung
IK04 0,50 J Schutz gegen leichte Stöße Wohnräume, Flure, Nebenräume
IK05 0,70 J Solider Basisschutz Büros, Verkaufsräume, allgemeine Innenbeleuchtung
IK06 1 J Schutz gegen alltägliche mechanische Einwirkungen Flure, Technikräume, gewerbliche Innenbereiche
IK07 2 J Erhöhter Schutz gegen stärkere Stöße Schulen, Treppenhäuser, öffentliche Innenbereiche
IK08 5 J Hohe Stoßfestigkeit Werkstätten, Sporthallen, Lagerbereiche
IK09 10 J Sehr hohe mechanische Belastbarkeit Industrieanlagen, Parkhäuser, Produktionsbereiche
IK10 20 J Sehr robuster Schutz gegen starke Stöße Außenleuchten, vandalismusgefährdete Bereiche, öffentliche Anlagen
IK11 50 J Besonders hoher Schutz für extreme Beanspruchung Spezielle Gehäuse, Schutzgitter oder sehr raue Außenanwendungen

IK-Schutzart und IP-Schutzart: der Unterschied

Die IK-Schutzart und die IP-Schutzart werden oft gemeinsam genannt, meinen aber unterschiedliche Dinge. Die IK-Schutzart bewertet die Stoßfestigkeit des Gehäuses. Die IP-Schutzart beschreibt den Schutz gegen Staub, Fremdkörper, Berührung und Wasser.

  • IK-Code: Schutz gegen mechanische Stöße und äußere Einwirkungen
  • IP-Code: Schutz gegen Staub, Berührung und Wasser

Für Außenleuchten ist deshalb nicht nur ein hoher IK-Wert wichtig. Auch die passende IP-Schutzart muss zum Einsatzort passen. Eine robuste Außenleuchte kann zum Beispiel mit IP65 oder IP66 gegen Wasser und Staub geschützt sein und zusätzlich einen hohen IK-Wert wie IK08, IK09 oder IK10 besitzen.

Welche IK-Schutzart brauchst du?

Welche IK-Schutzart sinnvoll ist, hängt davon ab, wo die Leuchte montiert wird und wie hoch das Risiko für Stöße, Beschädigungen oder Vandalismus ist.

  • Wohnräume und geschützte Innenbereiche: häufig reichen IK03 bis IK06 aus.
  • Flure, Treppenhäuser und öffentliche Gebäude: IK07 oder IK08 ist oft sinnvoll.
  • Werkstätten, Lager und Industrie: IK08 bis IK10 bietet mehr Sicherheit.
  • Parkhäuser, Außenbereiche und vandalismusgefährdete Orte: IK09 oder IK10 ist empfehlenswert.
  • Extreme mechanische Beanspruchung: IK11 kann bei speziellen Gehäusen oder Schutzgittern relevant sein.

Warum ist eine hohe IK-Schutzart bei LED-Leuchten sinnvoll?

LED-Leuchten enthalten elektronische Bauteile, Platinen, Treiber und optische Komponenten. Wird das Gehäuse beschädigt, kann nicht nur die Optik leiden, sondern auch die Funktion, Dichtigkeit und Lebensdauer der Leuchte. Eine passende IK-Schutzart hilft dir dabei, Ausfälle, Reparaturen und Austauschkosten zu reduzieren.

  • Längere Lebensdauer durch besseren Schutz des Gehäuses
  • Weniger Ausfälle in stark beanspruchten Bereichen
  • Bessere Eignung für öffentliche und gewerbliche Einsatzorte
  • Mehr Sicherheit bei Stößen, Schlägen oder Vandalismus
  • Sinnvolle Ergänzung zu einer passenden IP-Schutzart

Wichtig bei der Auswahl

Ein hoher IK-Wert bedeutet nicht automatisch, dass eine Leuchte für jeden Außenbereich geeignet ist. Achte zusätzlich auf die IP-Schutzart, das Material, die Montageart, die Umgebungstemperatur und die Herstellerangaben. Besonders bei Außenleuchten, Feuchtraumleuchten und Industrieleuchten solltest du IK- und IP-Wert immer gemeinsam betrachten.

Außerdem gilt: Der IK-Code bezieht sich auf das geprüfte Gehäuse beziehungsweise auf die geprüften Gehäuseteile. Wenn einzelne Bauteile einer Leuchte unterschiedlich robust sind, kann der Schutzgrad je nach Bereich abweichen.

Fazit

Die IK-Schutzart hilft dir dabei, die mechanische Robustheit einer Leuchte besser einzuschätzen. Für normale Innenräume reicht oft ein niedriger bis mittlerer IK-Wert. In öffentlichen Bereichen, Werkstätten, Sporthallen, Parkhäusern oder im Außenbereich solltest du dagegen auf höhere Werte wie IK08, IK09 oder IK10 achten. Zusammen mit der passenden IP-Schutzart findest du so eine Leuchte, die nicht nur gut aussieht, sondern auch dauerhaft zuverlässig funktioniert.


FAQ zur IK-Schutzart

Was bedeutet IK-Schutzart?

Die IK-Schutzart beschreibt, wie widerstandsfähig das Gehäuse einer Leuchte oder eines elektrischen Geräts gegen mechanische Stöße ist. Sie zeigt also, wie gut eine Leuchte gegen Schläge, Aufprall oder Vandalismus geschützt ist.

Wofür steht der IK-Code?

Der IK-Code ist die internationale Kennzeichnung für den Schutzgrad eines Gehäuses gegen äußere mechanische Einwirkungen. Die Einstufung erfolgt nach IEC 62262 beziehungsweise EN 62262. Je höher die Zahl hinter IK ist, desto höher ist die geprüfte Stoßenergie in Joule.

Was ist der Unterschied zwischen IK-Schutzart und IP-Schutzart?

Die IK-Schutzart beschreibt den Schutz gegen mechanische Stöße. Die IP-Schutzart beschreibt dagegen den Schutz gegen Staub, Fremdkörper, Berührung und Wasser. Für Außenleuchten, Feuchtraumleuchten und Industrieleuchten sind oft beide Angaben wichtig.

Welche IK-Schutzarten gibt es?

Häufig findest du IK-Werte von IK00 bis IK10. IK00 bedeutet kein geprüfter Schutz gegen mechanische Stöße. IK10 steht für eine sehr hohe Stoßfestigkeit mit 20 Joule. Zusätzlich gibt es IK11 mit 50 Joule für besonders hohe mechanische Beanspruchung.

Was bedeutet IK08 bei einer Leuchte?

IK08 bedeutet, dass das Gehäuse der Leuchte mit einer Aufprallenergie von 5 Joule geprüft wurde. Solche Leuchten eignen sich gut für stärker beanspruchte Bereiche wie Werkstätten, Sporthallen, Lagerbereiche oder öffentliche Innenräume.

Was bedeutet IK10?

IK10 steht für eine sehr robuste Stoßfestigkeit mit 20 Joule. Leuchten mit IK10 sind besonders sinnvoll für Außenbereiche, Parkhäuser, Industrieanlagen, öffentliche Gebäude und vandalismusgefährdete Bereiche.

Was bedeutet IK11?

IK11 steht für eine besonders hohe Stoßfestigkeit mit 50 Joule. Dieser Schutzgrad ist vor allem bei extrem beanspruchten Gehäusen, Schutzgittern oder sehr rauen Einsatzbereichen interessant. In der Beleuchtungspraxis sind IK08, IK09 und IK10 jedoch deutlich häufiger anzutreffen.

Welche IK-Schutzart brauche ich für Außenleuchten?

Für Außenleuchten ist häufig mindestens IK08 sinnvoll, besonders wenn die Leuchte frei zugänglich montiert wird. In öffentlichen Bereichen, an Fassaden, auf Parkplätzen oder bei möglicher Vandalismusgefahr sind IK09 oder IK10 empfehlenswert. Zusätzlich solltest du immer auf die passende IP-Schutzart gegen Wasser und Staub achten.

Welche IK-Schutzart ist für Innenräume ausreichend?

In normalen Wohnräumen, Büros oder geschützten Innenbereichen reichen oft niedrigere bis mittlere IK-Werte aus, zum Beispiel IK03 bis IK06. In Fluren, Treppenhäusern, Schulen oder öffentlichen Gebäuden ist ein höherer Wert wie IK07 oder IK08 sinnvoller.

Ist eine hohe IK-Schutzart bei LED-Leuchten wichtig?

Ja, besonders bei LED-Leuchten in beanspruchten Bereichen. LEDs enthalten elektronische Bauteile, Treiber, Platinen und optische Komponenten. Ein robustes Gehäuse schützt diese Bauteile besser vor Beschädigungen und kann Reparaturen, Ausfälle und Austauschkosten reduzieren.

Bedeutet eine hohe IK-Schutzart automatisch, dass eine Leuchte wasserdicht ist?

Nein. Eine hohe IK-Schutzart sagt nur etwas über die mechanische Stoßfestigkeit aus. Ob eine Leuchte gegen Wasser, Staub oder Feuchtigkeit geschützt ist, erkennst du an der IP-Schutzart. Für Außenbereiche solltest du deshalb IK-Wert und IP-Wert gemeinsam prüfen.

Gilt der IK-Wert für die ganze Leuchte?

Der IK-Wert bezieht sich auf das geprüfte Gehäuse beziehungsweise auf die geprüften Gehäuseteile. Wenn einzelne Bauteile einer Leuchte unterschiedlich robust sind, kann der Schutzgrad je nach Bereich abweichen. Deshalb solltest du bei anspruchsvollen Einsatzorten immer die Herstellerangaben beachten.

Welche Materialien verbessern die Stoßfestigkeit einer Leuchte?

Häufig verwendete robuste Materialien sind Polycarbonat, Aluminium, Edelstahl oder verstärkte Gläser. Wichtig ist aber nicht nur das Material selbst, sondern auch die Konstruktion der Leuchte, die Befestigung, die Abdeckung und die geprüfte Ausführung des Gehäuses.


IK-Schutzart, Bedeutung, Klassifizierung und Einsatzbereiche in der Beleuchtung