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Lichtlexikon – Dein Ratgeber für moderne Beleuchtung

Willkommen im Lichtlexikon von STM-Licht.de! Hier findest du verständliche Erklärungen zu Licht und Beleuchtung – von Farbtemperatur bis Ambientelicht. So erhältst du kompaktes Wissen, um die passende Beleuchtung auszuwählen.

Tipp: Du kannst auch ähnliche Begriffe oder Schreibweisen eingeben, zum Beispiel „warmweiss“, „spritzwasser“ oder „dali dimmen“.

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Bürobeleuchtung

Bürobeleuchtung einfach erklärt: Lichtkonzept für den gesamten Büroraum

Bürobeleuchtung bezeichnet das gesamte Lichtkonzept eines Büros. Dazu gehören nicht nur die Arbeitsplätze, sondern auch Besprechungsbereiche, Empfang, Verkehrsflächen, Kommunikationszonen sowie das Zusammenspiel von Tageslicht und künstlicher Beleuchtung.

Eine gute Bürobeleuchtung betrachtet deshalb den Raum als Ganzes. Beleuchtungsstärke, Blendungsbegrenzung, Lichtverteilung, Farbwiedergabe, Lichtfarbe, Tageslicht und zeitliche Lichtschwankungen müssen zur Nutzung der einzelnen Bereiche passen. Die konkrete Beleuchtung von Schreibtisch und Bildschirm wird dagegen unter Arbeitsplatzbeleuchtung vertieft.

Bürobeleuchtung als Lichtkonzept für Arbeitsplätze, Besprechungsbereiche und Verkehrsflächen

Was bedeutet Bürobeleuchtung?

Bürobeleuchtung umfasst die Planung und Abstimmung aller Lichtbereiche innerhalb eines Büros. Ziel ist nicht einfach eine möglichst hohe Helligkeit, sondern eine Beleuchtung, die zu den unterschiedlichen Tätigkeiten und Raumzonen passt.

Ein moderner Büroraum kann beispielsweise Schreibtische, Besprechungsplätze, Verkehrswege, Kommunikationszonen und Empfangsbereiche enthalten. Diese Bereiche stellen unterschiedliche Anforderungen an Lichtmenge, Lichtverteilung und Lichtwirkung.

Bürobeleuchtung ist deshalb übergeordnet zu verstehen: Sie verbindet die einzelnen Beleuchtungsaufgaben zu einem gemeinsamen Lichtkonzept.

Bürobeleuchtung und Arbeitsplatzbeleuchtung – was ist der Unterschied?

Begriff Schwerpunkt
Bürobeleuchtung gesamtes Lichtkonzept des Büroraums mit Arbeits-, Besprechungs-, Kommunikations- und Verkehrsbereichen
Arbeitsplatzbeleuchtung gezielte Beleuchtung der konkreten Sehaufgabe an Arbeitsfläche und Bildschirm
Beleuchtungsstärke / Lux technische Größe dafür, wie viel Licht auf einer bestimmten Fläche ankommt
Blendung / UGR Bewertung und Begrenzung störender Helligkeiten innerhalb der Beleuchtungssituation

Welche Bereiche gehören zu einem Büro-Lichtkonzept?

Ein Büro sollte nicht als einzige gleichmäßig beleuchtete Fläche betrachtet werden. Unterschiedliche Zonen erfüllen unterschiedliche Funktionen und können deshalb auch unterschiedlich beleuchtet werden.

Bürobereich Aufgabe der Beleuchtung
Arbeitsplätze gutes Sehen bei Bildschirmarbeit, Lesen, Schreiben und weiteren Arbeitsaufgaben ermöglichen
Besprechungsbereiche Meetings, Präsentationen, Gespräche und gegebenenfalls Videokonferenzen unterstützen
Verkehrsflächen Orientierung und sichere Bewegung zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen ermöglichen
Empfang und Kommunikation Orientierung, Kommunikation und gewünschte Raumwirkung miteinander verbinden
Nebenbereiche Beleuchtung passend zu Nutzung und jeweiliger Sehaufgabe planen

Welche Kriterien bestimmen gute Bürobeleuchtung?

Eine Bürobeleuchtung lässt sich nicht mit einem einzelnen Wert beschreiben. Unterschiedliche lichttechnische Eigenschaften wirken zusammen und müssen auf Raum und Nutzung abgestimmt werden.

Planungskriterium Bedeutung für das Büro
Beleuchtungsstärke muss zur jeweiligen Tätigkeit und Raumzone passen
Blendung helle Leuchten und störende Reflexionen sollten bei der Planung begrenzt werden
Lichtfarbe beeinflusst die Lichtwirkung und sollte zur Nutzung und Raumgestaltung passen
Farbwiedergabe bestimmt, wie natürlich Farben unter künstlicher Beleuchtung wahrgenommen werden
Tageslicht sollte mit künstlicher Beleuchtung und gegebenenfalls Sonnenschutz zusammenspielen
Flimmern und zeitliche Lichtschwankungen sind Teil der lichttechnischen Qualität und bei geeigneten Leuchten und Betriebsgeräten zu berücksichtigen

Beleuchtungsstärke: im Büro zählt die jeweilige Sehaufgabe

Wie viel Licht benötigt wird, hängt von der jeweiligen Tätigkeit und dem betrachteten Bereich ab. Für typische gewerbliche Büroarbeitsplätze mit Schreiben, Lesen und Datenverarbeitung sind 500 Lux ein wichtiger Mindestwert.

Dieser Wert sollte jedoch nicht auf das gesamte Büro übertragen werden. Unterschiedliche Bereiche können unterschiedliche Anforderungen besitzen.

Wie Lux gemessen und eingeordnet wird, erklären die Lexikoneinträge Beleuchtungsstärke und Lux. Die konkrete Beleuchtung von Schreibtisch und Bildschirm wird unter Arbeitsplatzbeleuchtung behandelt.

Blendung gehört zur gesamten Raumplanung

Auch Blendung lässt sich nicht allein anhand eines einzelnen Produktwertes beurteilen. Leuchtenposition, Blickrichtung, Raumgeometrie, Helligkeitsverteilung und reflektierende Flächen wirken gemeinsam.

Der UGR-Wert ist eine wichtige Bewertungsgröße für psychologische Direktblendung bei Innenraumbeleuchtung. Eine Produktangabe wie „UGR < 19“ garantiert jedoch nicht automatisch, dass dieser Wert in jedem Büroraum erreicht wird.

Die technischen Hintergründe gehören deshalb bewusst in die Lexikoneinträge Blendung und UGR-Wert.

Tageslicht und künstliches Licht gemeinsam planen

Tageslicht ist ein wichtiger Bestandteil eines Büro-Lichtkonzepts, steht aber nicht konstant zur Verfügung. Tageszeit, Jahreszeit, Wetter, Fensterflächen und Raumtiefe verändern den natürlichen Lichteinfall.

Künstliche Beleuchtung ergänzt das vorhandene Tageslicht. Gleichzeitig kann Sonnenschutz erforderlich sein, wenn direkte Sonne oder sehr helle Fensterflächen die Arbeit beeinträchtigen.

Bei größeren Beleuchtungsanlagen können Präsenz- und Tageslichtsteuerungen eingesetzt werden, um künstliches Licht abhängig von Nutzung und vorhandenem Tageslicht zu steuern.

Direkte und indirekte Bürobeleuchtung

Büroleuchten können Licht direkt in den Raum beziehungsweise auf Arbeitsflächen abgeben oder Decken und Wände zur indirekten Raumaufhellung nutzen.

Direkt-/Indirekt-Leuchten verbinden beide Prinzipien. Ein Teil des Lichts wird auf den Arbeitsbereich gerichtet, während ein weiterer Anteil über Decke oder andere Raumflächen zur allgemeinen Helligkeitsverteilung beiträgt.

Welche Lichtverteilung sinnvoll ist, hängt von Raumhöhe, Arbeitsplatzanordnung, Oberflächen, Möblierung und gewünschter Lichtwirkung ab.

Besprechungsräume und Kommunikationsbereiche

Besprechungsräume benötigen ein anderes Lichtkonzept als ein reiner Schreibtischarbeitsplatz. Neben Unterlagen und Personen können Präsentationen, Displays und Videokonferenzen Teil der Nutzung sein.

Eine flexible Beleuchtung kann deshalb sinnvoll sein. Getrennte Schaltgruppen oder dimmbare Leuchten ermöglichen beispielsweise unterschiedliche Einstellungen für klassische Meetings, Präsentationen oder Videokonferenzen.

Bei Videokonferenzen sollte neben der horizontalen Beleuchtung auf Tisch und Unterlagen auch die Erkennbarkeit der Gesichter berücksichtigt werden.

Verkehrsflächen, Empfang und weitere Bürozonen

Nicht jede Fläche eines Büros ist ein Arbeitsplatz. Flure, Eingänge, Empfangsbereiche und Kommunikationszonen dienen unter anderem der Orientierung und Verbindung verschiedener Bereiche.

Ihre Beleuchtung sollte sich deshalb an der jeweiligen Nutzung orientieren und gleichzeitig in das gesamte Lichtkonzept passen. Große und abrupte Helligkeitsunterschiede zwischen angrenzenden Bereichen sollten bei der Planung berücksichtigt werden.

Bürobeleuchtung bei Bildschirmarbeit

Bildschirmarbeitsplätze sind ein wichtiger Teil vieler Büros, aber nur ein Teil des gesamten Büro-Lichtkonzepts. Fenster, Bildschirm, Arbeitsplatz und Leuchten sollten so angeordnet sein, dass störende Blendung und Reflexionen möglichst vermieden werden.

Die genaue Positionierung einer Schreibtischleuchte, die 500-Lux-Orientierung und die Vermeidung von Bildschirmreflexionen werden deshalb ausführlich im Lexikoneintrag Arbeitsplatzbeleuchtung behandelt.

Welche Lichtfarbe eignet sich für Büros?

Für Bürobeleuchtung gibt es keine einzige Farbtemperatur, die für jeden Raum und jede Nutzung vorgeschrieben oder optimal ist.

Die Lichtfarbe sollte zur Tätigkeit, Raumgestaltung, Nutzung und zum vorhandenen Tageslicht passen. Neutralweißes Licht wird häufig in Arbeitsbereichen verwendet, während andere Bürobereiche auch mit wärmeren Lichtfarben gestaltet werden können.

Bei Leuchten mit Tunable White kann die Farbtemperatur innerhalb des vom Produkt unterstützten Bereichs verändert werden. Grundlagen zu diesem Thema findest Du unter Farbtemperatur und Kelvin.

Welche Leuchten eignen sich für Bürobeleuchtung?

Die geeignete Leuchtenart hängt von Raumgröße, Decke, Arbeitsplatzanordnung und gewünschtem Lichtkonzept ab. Häufig eingesetzt werden beispielsweise:

  • LED-Panels und flächige Deckenleuchten,
  • Pendelleuchten und lineare Leuchten,
  • Direkt-/Indirekt-Stehleuchten,
  • Schienensysteme und Strahler für flexible Zonen,
  • Schreibtischleuchten als individuelle Ergänzung.

Bei STM-Licht.de findest Du beispielsweise LED-Panels und weitere Innenleuchten. Ob eine konkrete Leuchte für ein Büroprojekt geeignet ist, sollte anhand ihrer technischen Daten und der tatsächlichen Raumplanung beurteilt werden.

Normen und Regeln für Bürobeleuchtung

Für gewerbliche Arbeitsstätten in Deutschland ist insbesondere die ASR A3.4 „Beleuchtung und Sichtverbindung“ relevant. Bei Bildschirmarbeit kommen zusätzlich die Anforderungen der ASR A6 „Bildschirmarbeit“ hinzu.

Für die professionelle Lichtplanung ist außerdem die DIN EN 12464-1 „Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten – Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen“ eine wichtige technische Grundlage.

Dabei sollte Bürobeleuchtung nicht auf einen einzelnen Wert wie Lux, Kelvin oder UGR reduziert werden. Die Planung betrachtet Sehaufgabe, Umgebung, Raum, Blendung, Lichtverteilung, Farbwiedergabe, Tageslicht und weitere Qualitätsmerkmale gemeinsam.

Bürobeleuchtung planen: kompakte Übersicht

Planungsschritt Zu klären
Raumzonen Arbeitsplätze, Besprechung, Verkehrsflächen und weitere Bereiche unterscheiden
Sehaufgaben festlegen, welche Tätigkeiten in den jeweiligen Bereichen ausgeführt werden
Tageslicht Fenster, Tageslichteinfall und Sonnenschutz in die Planung einbeziehen
Leuchten Lichtverteilung, Montage, Blendungsbegrenzung und technische Eigenschaften passend auswählen
Steuerung prüfen, ob Dimmung, Präsenzsteuerung oder Tageslichtregelung sinnvoll sind
Prüfung Beleuchtungsanlage im konkreten Raum bewerten und nicht nur einzelne Produktangaben vergleichen

Bürobeleuchtung im Homeoffice

Auch im privaten Homeoffice sind die Grundprinzipien einer guten Bürobeleuchtung sinnvoll: ausreichend Raumlicht, gezielte Beleuchtung der Sehaufgabe, möglichst geringe Blendung und eine sinnvolle Nutzung des Tageslichts.

Ein einzelner Homeoffice-Arbeitsplatz ist jedoch kein vollständiger Büroraum. Die konkrete Beleuchtung von Schreibtisch, Monitor und Videokonferenz gehört deshalb fachlich zur Arbeitsplatzbeleuchtung.

Häufige Fragen zur Bürobeleuchtung

Was gehört zu einer guten Bürobeleuchtung?

Eine gute Bürobeleuchtung berücksichtigt das gesamte Lichtkonzept des Raumes. Dazu gehören Arbeitsplätze, Besprechungsbereiche, Verkehrsflächen, Tageslicht, künstliche Beleuchtung sowie Anforderungen an Beleuchtungsstärke, Blendung, Lichtverteilung und Farbwiedergabe.

Was ist der Unterschied zwischen Bürobeleuchtung und Arbeitsplatzbeleuchtung?

Bürobeleuchtung betrachtet den gesamten Büroraum mit seinen unterschiedlichen Zonen. Arbeitsplatzbeleuchtung konzentriert sich dagegen auf die konkrete Sehaufgabe am einzelnen Arbeitsplatz, beispielsweise Schreibtisch, Unterlagen und Bildschirm.

Wie viel Lux braucht ein Büro?

Es gibt keinen einzigen Lux-Wert für alle Flächen eines Büros. Für typische gewerbliche Büroarbeitsplätze mit Schreiben, Lesen und Datenverarbeitung sind 500 Lux ein wichtiger Mindestwert. Andere Bürobereiche können andere Anforderungen besitzen.

Muss eine Büroleuchte UGR kleiner oder gleich 19 haben?

Für typische Bildschirmarbeitsplätze ist eine geeignete Begrenzung der Direktblendung wichtig. Der tatsächliche UGR-Wert hängt jedoch von der gesamten Raumsituation und nicht nur von der Leuchte ab. Deshalb sollte eine einzelne Produktangabe nicht mit dem Ergebnis der vollständigen Lichtplanung gleichgesetzt werden.

Ist 4.000 Kelvin für Bürobeleuchtung vorgeschrieben?

Nein. Neutralweißes Licht um 4.000 Kelvin wird häufig in Büros eingesetzt, ist aber keine allgemeine Pflicht für jeden Büroraum. Die Farbtemperatur sollte zur Tätigkeit, Raumwirkung, Nutzung und zum vorhandenen Tageslicht passen.

Welche Rolle spielt Tageslicht im Büro?

Tageslicht ist Teil des gesamten Büro-Lichtkonzepts. Da sich seine Intensität im Tages- und Jahresverlauf verändert, ergänzt künstliche Beleuchtung das vorhandene Tageslicht. Sonnenschutz kann gleichzeitig notwendig sein, um störende Blendung oder Reflexionen zu begrenzen.

Verwandte Begriffe und Themen

Stand: August 2026. Für gewerbliche Arbeitsstätten sind die jeweils geltenden arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen zu berücksichtigen. Bei größeren oder komplexen Büroprojekten ersetzt dieser Lexikoneintrag keine fachgerechte Lichtplanung.